Bauhaus Atelier, Weimar

Freistaat Thüringen
Direktauftrag
2006
2007 / Leistungsphasen 1 - 9
100 m²
833 m³
450.000 €

Bauhaus Universität Weimar

Wiederherstellung und Sanierung der ehemaligen Bauhausmensa

Das sogenannte "Glashaus" auf dem Gelände der heutigen Bauhaus-Universität Weimar wurde im Jahre 1886 als Atelier für den Tiermaler Professor Brendel erbaut, der zu dieser Zeit Direktor der Weimarer Kunsthochschule war.

Schon zur damaligen Zeit galt das Gebäude aufgrund der von einem Eisenfachwerk getragenen “Glaskuppel” als eine kleine Sensation in Weimar. Es gehört zu den ältesten Zeugnissen der großherzoglichen Kunstschule, die im Jahre 1860 gegründet wurde und ist als technisch- geschichtliches Kulturdenkmal in das Denkmalbuch vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege aufgenommen worden.

Das Glashaus erhielt eine besondere Bedeutung zur Zeit des Weimarer Bauhauses von 1919 bis 1925, als es zur Bauhaus Mensa von Walter Gropius umgebaut und mit einem Küchenanbau versehen wurde. Zu dieser Zeit spielte es eine zentrale Rolle im Leben der "Bauhäusler" in Weimar.

Durch die aktuellen Erweiterungsbauten der Bauhaus-Universität Weimar und er damit verbundenen Neugestaltung der Freiflächen hinter dem von van de Velde errichteten Hauptgebäude befindet sich das Glashaus nun an zentraler Stelle. Es steht erstmals seit 1914 vierseitig frei und bildet den neuen Mittelpunkt des Hochschulcampus der Bauhaus-Universität Weimar.